Freitag, 20. Januar 2006

Rotlichtmilieu will in die Regierung

Wenn Du "einzig zeichnender Verwaltungsrat" von Aktiengesellschaften bist, die Nachtlokale betreiben, in deren oberen Etagen Freier sich über Prostituierte hermachen, wie vor einigen Monaten eine Razzia ergab, dann bist Du kein Zuhälter. Dann bist Du eher der Pate der Zuhälter, oder? Und wenn Deine "Ehe- und Büropartnerin" in die Regierung gewählt würde und dort die Polizei unter sich hätte? Dann wüsste sie wahrscheinlich rechtzeitig von bevorstehenden Razzien und könnte Dich darüber informieren. Das würde Dir dann ermöglichen, für die Zuhälter als Pate noch unersetzlicher zu werden, weil Du ihnen - gegen Entgelt - sagen könntest, wann sie die illegal anwesenden Sexarbeiterinnen besser für 48 Stunden ausser Landes bringen. Und denen, die Du loswerden willst, sagst Du nichts. Das ist kein Plott eines James Ellroy im Westentaschenformat. Das steht heute in der besten Zeitung der Welt auf S. 13. Natürlich nicht genau so. Der Titel des Artikels, den Christian "Ich bin die Recherche" Mensch Telebasel abschrieb, lautet verschlüsselt:

Ein Schatten über der Kandidatur Frei
Milieu-Mandate werden zum Wahlkampfthema


Ist das schon "Omertà", wenn alle wissen, was der Gatte der Kandidatin so treibt, aber keiner darüber spricht? Ist es übertrieben zu sagen, dass in einem funktionierenden Rechtsstaat die Frau eines "Paten" als Regierungskandidatin unmöglich wäre? Und übrigens:

Am Mittwoch stellte "Telebasel" die Frage öffentlich: "Schaden die Nightclub-Madate von Felix Moppert seiner Frau Saskia Frei?" Frei erklärte, sie habe sich diese Frage bisher nicht gestellt.

Autsch! Die Kandidatin hat sich noch nie gefragt, was die Geschäftstätigkeit ihres Mannes ev. mit ihrem Regierungsmandat tut? Verwaltungsrat zu sein eines per Razzia ausgehobenen Puffs tut nix zur Sache, wenn die Gattin Polizeidirektorin werden will?

Sie könne sich auch nicht vorstellen, dass sie als mögliche Sicherheitsdirektorin direkt mit Polizeiaktionen zu tun haben werde.

Herr Schild, Sie als derzeitiger Polizeidirektor, der politisch geradestehen muss für die Schugger in Basel, könnten Sie ev. Aspirantin Frei, immerhin Ihre Parteikollegin, kurz aufklären...
Nimmt mich ja wunder, wie diese Geschichte weitergeht, ehrlich!!!

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tfrey - 21. Jan, 11:35

Medien für Linke Hetzkampagne eingespannt

Eines vorweg, wenn Saskia Frei darauf hinweist, dass sie mit Polizeiaktionen, wie etwa Razzien, nur indirekt zu tun haben werde, so dürfte dies wohl stimmen. Es ist nicht Aufgabe eines Regierungsrates, sich in derlei Dinge einzumischen, da schlichtweg die fachliche Kompetenz dazu fehlt. Aus diesem Grund haben wir mit Polizeikommandant Zanulardo einen fähigen Mann an der Spitze der Polizei. Der Regierungsrat ist und bleibt vorallem Entscheidungs- und Verantwortungsträger. Oder stellen Sie sich vor, Herr Morin würde sich als Arzt in das Tagesgeschäft seiner Juristen einmischen.

Doch zum eigentlichen Thema: Felix Moppert
Es ist schon interessant, dass ein langjähriger DSP Politiker, der dem Bürgerrat und dem Verfassungsrat angehörte, sich als PSVB- wie auch CMS-Präsident verdiente, ohne jemals hinterfragt zu werden, nun wo es um die Wahl seiner bürgerlichen Ehefrau geht, zum hochstilisierten Thema wird.
Der Eindruck, dass die Linke versucht, die FDP-Kandidatin bereits vor der Wahl zu verunglimpfen, drängt sich geradezu auf.

tromboni - 24. Jan, 23:07

Na klar!

Eine Kandidatin nach der Wahl zu verunglimpfen macht ja keinen Sinn. Und wenn sich die Dame so tollpatschig benimmt erst recht. Jetzt wird es langsam Zeit, dass der Pitbullblick zubeisst. Und richtig feste hetzerisch bitte.
Blog Gaischt - 21. Jan, 13:39

Hetzkampagne?

Kampagne auf jeden Fall. Und das Monopolmedium macht willig mit, da es seit Monate immer wieder auf der Einerkandidatur rumhackt.

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